MittelRahmenPortalrahmenStatisch unbestimmtFußeinspannung

Rahmen mit eingespannten Füßen — was die Fußeinspannung bringt und was sie kostet

Derselbe Rahmen wie im Beispiel mit gelenkigen Fußpunkten, mit zwei geänderten Zeichen. Alles, was sich in der Antwort unterscheidet, kommt von der Einspannung und von nichts sonst — das ist also, was die Einspannung wirklich bringt und was sie kostet.

Abbildung 1.Der Rahmen von 6 m × 4 m mit eingespannten Fußpunkten, der 10 kN/m auf dem Riegel trägt.
Gegeben
Spannweite
6 m
Höhe
4 m
10 kN/mGleichlast aus Schwerkraft auf dem Riegel
200 GPa
100 × 10⁶ mm⁴
Fußpunkte
EINGESPANNTdreifach statisch unbestimmt
1

Teil 1 — Aufbauen und dann eine einzige Sache ändern

Identisch mit dem gelenkigen Rahmen — bis auf zwei Zeichen.

Bauen Sie denselben Rahmen wie zuvor — vier Knoten, drei Stäbe, eine Riegellast von 10 kN/m:

N 0,0 N 0,4 N 6,4 N 6,0 M 1 2 M 2 3 M 4 3 L 2 -10

Nun der einzige Unterschied. Statt S 1 P machen Sie die Fußpunkte eingespannt:

S 1 F S 4 F

Zwei Zeichen. Alles Folgende ergibt sich daraus — und da sich sonst nichts geändert hat, geht jeder Unterschied, den Sie gleich sehen, allein auf die Einspannung zurück.

Abbildung 2.Derselbe Rahmen von 6 m × 4 m, jetzt mit eingespannten Fußpunkten — beachten Sie das andere Auflagersymbol.
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Teil 2, Schritt 1 — Das Fundament trägt jetzt Moment

Genau das, wodurch sich ein gelenkiger Fußpunkt durch Abwesenheit auszeichnet.

Ein eingespannter Fußpunkt hält die Verdrehung des Stiels fest, und eine Verdrehung festzuhalten heißt, ein Moment aufzunehmen. Der Solver meldet ein Fußmoment von 11.13 kN·m, während der gelenkige Rahmen 0 hatte — definitionsgemäß null.

Das senkrechte Gleichgewicht bleibt unberührt, denn der Statik ist die Steifigkeit gleichgültig — genau wie zuvor:

Das Einspannen der Fußpunkte hat also nicht geändert, was der Rahmen wiegt — es hat geändert, wo der Rahmen seine Biegung trägt. Das Moment ist aus dem Riegel abgewandert, hinunter in die Stiele und ihre Fundamente.

Abbildung 3.Der gelöste Rahmen mit eingespannten Fußpunkten — dieselben 60 kN senkrechte Last, jetzt mit einem Moment an jedem Fußpunkt.
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Teil 2, Schritt 2 — Was Sie gekauft haben: Steifigkeit

Der Grund, warum überhaupt jemand für eine Einspannung zahlt.

Unter dieser symmetrischen Schwerelast verschiebt sich keiner der beiden Rahmen stark, doch die Verformungen erzählen die Geschichte trotzdem: Der eingespannte Rahmen bewegt sich an der Rahmenecke um 0.02519 mm waagerecht, der gelenkige um 0.01556 mm.

Entscheidend wird der Unterschied unter horizontaler Last, wo die Seitenverschiebung die Bemessung glatt bestimmt — das ist das Thema des Windbeispiels. Die Fußpunkte einzuspannen ist der direkteste Weg, einen Rahmen zu versteifen, ohne eine einzige Querschnittsgröße zu ändern.

Abbildung 4.Die Verformungsfigur. Die Stiele laufen jetzt gekrümmt in ihre Fußpunkte ein, statt sich dort frei zu verdrehen — diese Krümmung IST die Einspannung.

Eingespannt gegen gelenkig, nebeneinander

Gleicher Rahmen, gleiche Last, ein geändertes Detail.

Geprüft — Handrechnung gegen den Solver, bis auf Rundung
GrößeVon HandStructureCalcs
Summe der senkrechten Auflagerkräfte60 kN (Statik)60 kN
Fußmoment — EINGESPANNTstatisch unbestimmt11.13 kN·m
Fußmoment — gelenkiger Zwilling0 definitionsgemäß0 kN·m
Größtes Stabmoment — EINGESPANNTstatisch unbestimmt22.45 kN·m
Größtes Stabmoment — gelenkiger Zwillingstatisch unbestimmt20.75 kN·m

Jeder Wert wurde von Hand mit dem klassischen Verfahren ermittelt und danach gegen den Solver dieser Website geprüft — dieselbe Engine, die die Schaltfläche Ausprobieren öffnet. Diese Übereinstimmung wird bei jedem Build automatisch neu geprüft.

Jetzt sind Sie dran

Öffnen Sie genau dieses Modell im Rechner — ändern Sie dann eine Last, ziehen Sie ein Auflager, und sehen Sie zu, wie sich jedes Diagramm in Echtzeit mitbewegt. Intuition gewinnt man am besten, indem man es kaputt macht und schaut, was passiert.

Zum Mitnehmen

Exportieren Sie dieses gelöste Beispiel als PDF oder laden Sie es als .screport herunter und öffnen Sie es im Berichtsgenerator — das Modell reist in der Datei mit, Sie können es also wiederherstellen, neu rechnen und Ihren eigenen Bericht daraus bauen.

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